Vielleicht....?

Meine großen Worte werden mich nicht vor dem Tod schützen

und meine kleinen Worte werden mich nicht vor dem Tod schützen
überhaupt kein Wort
und auch nicht das Schweigen zwischen den großen und kleinen Worten
wird mich vor dem Tod schützen.

Aber vielleicht - werden einige dieser Worte
und vielleicht - besonders die kleineren
oder auch das Schweigen zwischen den Worten
einige vor dem Tod schützen wenn ich tot bin?
(Erich Fried)

26. Dezember 2011

Begegnung in den Gezeiten unserer beider Leben

Aus dem Album: Ritas Gedichte einer Romanze

Begegnung in den Gezeiten unserer beider Leben
…berührt das Wasser den trockenen Sand
benetzt und tränkt ihn
bis in den tiefsten Rand.

Das Wasser geht ….
Der Felsen steht -
lässt sich geschehen.
Offenbart seine klaffenden Wunden,
die das Meer nur kühlen,
aber doch nicht heilen kann.

Zerklüfftete Felsenarme
schenken Schutz
dem zarten keimenden Leben….
Er lächelt –
Der Schmerz  vergeht -
Was bleibt
sind Liebe und Vergeben.

R.J.

22. Dezember 2011

Deine Liebe ist...

für H.:
Wenn Du mich liebst,
dann ist's
als küsste mich die Meeresbrise
mal still
mal wild
mal fröstelnd mild.
Sie macht mich fühlen 
- mein Lieb -
wie Deine Liebe ist.
Sie kräuselt meinen Wellensaum
mal zart
mal ungestüm...
und weiß doch nichts
von meinen Tiefen.
Doch ...
Bewegtest du mich nicht 
- als Brise -
könnt' ich dich nicht berühren 
- als Meer.
D'rum lass mich spielen
mit Deinen Füßen
in Deiner Luft- und Leichtigkeit.
Die warmen Quellen meiner Tiefen - - - -
.... vielleicht magst du sie lieben
als Halt und Sicherheit?

14. Dezember 2011

Zen-Weisheit

Das ursprüngliche Wesen ist an sich Reinheit und Ruhe.
Nur das Sehen und Abwägen der Umstände verwirrt den Geist.

Hui-Neng

13. Dezember 2011

Als ich mich selbst zu lieben begann…


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist.
Von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich:
Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich:
Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich:
Das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich:
Das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich:
Das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt:
Das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und
nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute
HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: Das ist LEBEN!


Von:
Charlie Chaplin
An seinem 70. Geburtstag
Am 16. April 1959

7. Dezember 2011

Grenze


Das Herz ist erfüllt 
vom Glück des Begehrens
vom Glück des Möglichen
und des Gewährens -

Doch da beginnt es schon ängstlich zu beben:
Es könnt ja eine Erfüllung geben...
Wir wollen nicht voll das Leben empfangen,
die Schwere des Glücks,
sie lässt uns nur bangen.

Töne? Ja schon -
Harmonien jedoch schrecken.
Wie gerne wir uns
Grenzen entgegenstrecken
wir lieben sie ewig
in ewigem Leiden
und sterben
ohne sie je zu erreichen...

(Sinaida Hippius 1869 - 1945)

22. November 2011

Meine Liebe ist...

ein goldenes Netz
mit dem ich dir
aus meinen Träumen
jede Nacht
Juwelen fische
Manchmal sind es Sterne
manchmal Perlen
manchmal Wunderblumen
aus Smaragd und Diamentenstaub
Unverbrauchte Wünsche
in meiner Liebe
goldenem Netz

(Barbara Brendler)

15. November 2011

Liebesgedichte? Immer wieder und immer wieder schön!

Immer noch schreiben die Dichter
Von der Liebe.
Sie sagen noch immer:
Du bist schön, meine Freundin.
Und:
Dein Haar ist ein Nest von Schlagen.
Seit tausend Jahren
Ist der Mond der Gefährte der Liebenden:
Träumender Mond – gelber Mond – bitteres Kräutergesicht.

Ein Bahnhof. Eine Straße.
Ein Leuchtturm.
Daneben beginnt schon der Traum:
Auf Siebensternenschuhn
Traumwandeln die Liebenden
Über das Seil
es ist rechts kein Weg,
es ist links kein Heil –
Bitter sind Mandeln und Mohn.

Orpheus und Eurydike,
Ophelia – Daphne – Isolde,
alles ist vorgeliebt.
Ewige Wiederkehr,
Ewiger Widerspruch.
Ewiges: Komm – Bleib – Geh.

Im Orden der Liebe
Währen Gelübde nicht ewig.
Der Mantel zerreißt,
auf der Haut die Zeichen der Fremdheit,
im Geröll des Versäumten:
die schreckliche Leere.

Wer bist du, den ich liebe?
Wo bist du, wenn du träumst, Gefährtin?

Fragen, Beschwörungen.
Registratur der Gefühle.
Aufzeichnungen des Flüchtigen:
Gedichte der Liebe.
Sprachgitter
Versperren das Reich der Liebenden
Verschlüssellungen,
Symbole:
Kranich – Delphin – und Krug.
Der Krug,
dunkel, bewahrend, zerbrechlich.
Der Krug für den Liebestrank.
Der Krug für die Tränen.
Der Krug, der zum Brunnen geht.
Im Rösselsprung
Zum Nahen zu Fernem,
von Bild zu Gleichnis
ist der Zugang behütet
vor flüchtigem Zugriff.

Befugt ist nur, wer liebt.


(Christine Brückner)


Dieser Text ist das „Nachwort“ aus dem Buch „Botschaften der Liebe – In deutschen Gedichten des 20. Jahrhunderts“ - herausgegeben von Christine Brückner (* 10. Dezember - † 21. Dezember ) einer deutschen Schriftstellerin.

Zentrale Anliegen in ihren eigenen Werken waren Sinnstiftung, Moral und auch Trost in der durchaus auch unterhaltsamen Behandlung elementarer menschlicher Themen insbesondere aus der Frauenperspektive. Diese gründeten im protestantischen Weltbild der Autorin als Pastorentochter. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, die aus der Perspektive der Frau vorwiegend Probleme von Liebe, Ehe und Partnerschaft thematisieren und Möglichkeiten der weiblichen Selbstverwirklichung durchspielen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Br%C3%BCckner

11. November 2011

Über das "Vergleichen" - (Krishnamurti)

Aus dem Album: Krishnamurti-Zitate
Wenn du vergleichst und abwägst, dann bist du bloß dem Ehrgeiz und Konkurrenzdenken verhaftet. Dann ist dein Ziel ein Erfolg, in dem das Versagen schon enthalten ist. Jeder Vergleich beruht auf Autoritätsdenken, nach dem du dich selbst beurteilst. Aber Autorität verhindert Verstehen. Ein Vergleich mag das gewünschte Resultat hervorbringen, aber er steht wahrer Selbsterkenntnis im Weg.

Ohne Vergleiche zu leben erfordert große Intelligenz und Sensibilität, weil es dann keine Beispiele mehr gibt. Es gibt nichts, was sein sollte, keine Ideale und keine Helden. Wir beginnen mit dem, was tatsächlich ist. Um zu verstehen, was tatsächlich ist, brauchen wir keine Vergleiche. Wenn wir vergleichen, zerstören wir das, was ist.

10. November 2011

Über das Verstehen (Krishnamurti-Zitat)

Aus dem Album: Fundstücke - Krishnamurti-Zitate -
Verstehen findet nur statt, wenn du dich in einer großen Krise befindest und du keine Lösung mehr siehst. Dann wird dein Geist ganz still und in dieser Stille tritt das Verstehen ein. Das ist allen von uns schon einmal geschehen. Wenn du mit etwas konfrontiert wirst, für das es einfach keine Lösung gibt, versuchst du alles: Du fragst andere, du besprichst es, du forscht nach, du analysierst es und so weiter und trotzdem gibt es keine Lösung. Plötzlich, wenn du gar nicht mehr dran denkst, ist da Klarheit, Verstehen, weil der Geist in einem bestimmten Augenblick in Bezug auf das Problem ganz still geworden ist. Nur dann setzt Verstehen ein.

Aber...

Aus dem Album: Fundstücke Erich Fried
Zuerst habe ich mich verliebt
in den Glanz deiner Augen
in dein Lachen
in deine Lebensfreude

Jetzt liebe ich auch dein Weinen
und deine Lebensangst
und die Hilflosigkeit
in deinen Augen

Aber gegen die Angst
will ich dir helfen
denn meine Lebensfreude
ist noch immer
der Glanz deiner Augen

9. November 2011

Der verlorene Schlüssel


Eine Gruppe von Leuten stieß eines späten Abends auf Nasruddin Mullah als er auf seinen Händen und Knien unter einer Straßenlaterne herumkroch.
„Was suchst Du?“ fragten sie ihn.
„Ich habe die Schlüssel zu meinem Haus verloren,“ antwortete er.
Alle gingen Sie auf die Knie, um ihm bei der Suche zu helfen, aber nach einer Zeit ohne irgendetwas zu finden fragte ihn jemand, wo er die Schlüssel ursprünglich verloren hatte.
„Da drüben, irgendwo im Dunklen,“ antwortete Nasruddin.
Einer fragte: „Warum suchst Du dann hier unter der Laterne?”
„Weil hier mehr Licht ist,“ antwortete Nasruddin.

8. November 2011

Zenweisheit

Weltliches Leiden ist so unerschöpflich wie ein Ozean;
es ist laut und schreiend;
aber jedes Leiden hat seinen Ursprung in deinem Geist.

Dadu

6. November 2011

Es ist nicht...

Es ist nicht
weil du jetzt g'rad nicht
bei mir bist

Es ist nicht
weil du jetzt g'rad nicht
neben mir liegst

Es ist nicht
weil du mich
nicht mehr liebtest

Es ist
weil ich
an unsre gestohl'nen Zeiten denke
mit dir
in Samt geschmückten Zimmern
geheimnisvollen Orten
Höhlen und Verstecken
für Stunden
Tage
umhüllt von Seidennächten
mal eine
mal zwei
vielleicht sogar mal drei
Das Leben gab uns nie mehr frei!

Es ist
weil ich da
und dann
deine Nymphe und Geliebte
deine Hure und Königin
dein Tier und Dienerin
und unser beider Glückseligkeit war.

und g'rad mal nicht - sondern viel mehr noch als

dein Weib
deine Gattin
deine Vermählte
deine Freundin
die Mutter unsrer Frucht.

Verzeih’ mir meine Tränen – mein Lieb!
meine Trauer
meinen Zorn
meinen Frust

Wenn ich dran denk’, dass du nun bei einer Andren bist

für Stunden
für Tage und
in Nächten
mal eine
mal zwei
vielleicht mal drei!

Auch heut' gibt dir der Alltag nicht mehr frei.
doch wenn ich's recht bedenke,dann

Ist's nicht, weil du bei einer Andren bist

Es ist
die stille Zeit mit dir
die dann mit uns nicht möglich ist.

5. November 2011

Zenweisheit

Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein,
und dein Verstand wird ohne Angst sein;
nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit die gleiche Haltung ein
und nichts wird deine Klarheit trüben.

Lao Tse

VERGESSEN

Aus dem Album: Ritas Gedichte einer Romanze


Vergessen
grenzenloser Raum.
Lass mich schweben
jenseits
von Wünschen
Sehnen
und Traum.

- Erinnerung -
lass mich
leben,
denn Sehnsucht
nach deinem
Gefühl
kann niemals
meine Wahrheit sein.

Doch hätte ich dich nie gelebt
so wär’ ich nicht -
nicht Mensch
nicht Herz
noch mein,

So such ich dich
- Vergessen -
und finde
euch immer
nur zu zwei’n.

R.J.

4. November 2011

Zärtliches Gespräch

aus dem Album: Liebesgedichte

Du kannst nicht schlafen?
Sieh die Nacht schläft auch.
Wie spät es sei,
und ob ich dich noch liebe?
Ich liebe dich.
Es ist ein alter Brauch.
Und lebte ich,
wenn ich nicht bei dir bliebe?


Jetzt fiel ein Stern,
siehst du, wie schön er fiel?
Er hing ganz oben
in den schmälsten Rahen.
Wir dürfen wünschen
Wünsche bitte viel!
Es war ein Glück,
dass wir ihn fallen sahen.


Du zitterst? Komm!
Du bist so still und jung.
Es ist nicht leicht,
das nötige zu sagen.
Ich liebe dich.
Sonst nichts.
Der Mensch ist stumm.
Man muss die Stummheit
ohne Trauer tragen.

(Albert Ehrismann)

2. November 2011

Mein Kind…

Es ist schön für mich
dich träumen zu sehen
Dich in die Zukunft wünschend
Pläne schmiedend
Deine Entscheidungen treffend
Darüber
Was und wie du sein und werden willst.

Es ist beglückend für mich
Dich
- unserem/ meinem Lebensbeispiel -
vertrauend
wahrzunehmen.
Deinen offenen Blick
Dein liebendes Herz
Deinen Mut
Das Angst machende
zu überwinden.

Schon lange ist’s her
Als dein Staunen
mir gerade noch bis ans Herz gereichte.
Oder gar
Als ich dich
- mit deiner kleinen Hand auf meiner Brust -
nährte.

Dein Horizont überblickt den meinen längst.
Und doch sind Wissen und Weisheit
Nicht dasselbe!
Für jede Vision
Jedes  Begehren
Jedes Wünschen
Jedes Ja
Jedes Nein
Kennt die Zukunft den
Passenden Augenblick

Diesen zu erkennen
Vermag nur ein
aufmerksam liebendes Herz.


Deine Mami

02-11-11

22. Oktober 2011

...acht!

aus dem Album: Rita's Schlüssellochgeschichten

Nach einer
durchtanzten und durchlachten Nacht
haben wir
uns nach Hause gebracht
sind
in Umarmung aufgewacht
liebten
uns ganz sacht
du 
hast uns das Frühstück ans Bett gebracht
mir
einen zärtlichen Kuss vermacht
dich
dann doch auf den Weg gemacht
da war es schon längst
viel später als acht.











20. Oktober 2011

The Promise - Tracy Chapman


 
The Promise
By Tracy Champman


If you wait for me
then I'll come for you
Although I've traveled far
I always hold a place for you in my heart

If you think of me
If you miss me once in awhile
Then I'll return to you
I'll return and fill that space in your heart

Remembering
Your touch
Your kiss
Your warm embrace
I'll find my way back to you
If you'll be waiting

If you dream of me
like I dream of you
In a place that's warm and dark
In a place where I can feel the beating of your heart

Remembering
Your touch
Your kiss
Your warm embrace
I'll find my way back to you
If you'll be waiting

I've longed for you
And I have desired
To see your face your smile
To be with you wherever you are

Remembering
Your touch
Your kiss
Your warm embrace
I'll find my way back to you
Please say you'll be waiting

Together again
It would feel so good to be
In your arms
Where all my journeys end
If you can make a promise
If it's one that you can keep
I vow to come for you
If you wait for me

And say you'll hold
A place for me
in your heart.

A place for me in your heart.
A place for me in your heart.
A place for me in your heart.


19. Oktober 2011

Es soll vorkommen...

aus dem Album: Fundstücke - Jörn Pfenning -

Es soll vorkommen,
dass man sich
obwohl man einen Menschen liebt
in einen anderen verliebt.

Entweder:
der geliebte Mensch
braucht nichts zu merken,
weil der Verliebte sich sicher ist,
dass er liebt,

Oder:
der geliebte Mensch
merkt es
weiß aber,
dass er von dem Verliebten geliebt wird;
das heißt:
er hilft ihm
indem er ruhig
auf das Abklingen wartet.

Oder:
der geliebte Mensch
merkt es
und fürchtet
nicht mehr geliebt zu sein.
Er versucht, dem Verliebten
seine Verliebtheit auszutreiben
und treibt ihm
seine Liebe aus.

15. Oktober 2011

Oft ist das Leben lauter Licht

aus dem Album: Fundstücke - Hermann Hesse -

Oft ist das Leben lauter Licht
Und funkelt freudefarben
und lacht und fragt nach denen nicht,
Die litten, die verdarben.

Doch immer ist mein Herz bei denen,
Die Leid verhehlen
Und sich am Abend voller Sehnen
Zu weinen in die Kammer stehlen.

So viele Menschen weiß ich,
Die irren leidbeklommen,
All ihre Seelen heiß ich
Mir Brüder und willkommen.

Gebückt auf nasse Hände
Weiß ich sie abends weinen,
Sie sehen dunkle Wände
Und keine Lichter scheinen.

Doch tragen sie verborgen,
Verirrt, und wissen’s nicht,
Durch Finsternis und Sorgen
Der Liebe süßes Licht.

14. Oktober 2011

Wohlan mein Herz...

Aus dem Album: Fundstücke - Hermann Hesse -

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

13. Oktober 2011

Vorgefühl

Aus dem Album: Fundstücke - Reiner-Maria Rilke -

Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen, 
und muss sie leben,
während die Dinge unten 
sich noch nicht rühren:
Die Türen schließen noch sanft, 
und in den Kaminen ist Stille.
Die Fenster zittern noch nicht
und der Staub ist noch schwer.

Da weiß ich die Stürme schon 
und bin erregt wie das Meer.
Und breite mich aus 
und falle in mich hinein
und werfe mich ab 
und bin ganz allein 
in dem großen Sturm. 

12. Oktober 2011

Nach Tausenden von Tagen

Aus dem Album: Ritas Gedichte - Schlüssellochgeschichten -


Nach Tausenden von Tagen
Wo unser beider Leben
Stumm Seit’ an Seite lagen….
Hab ich mich heut gesehnt nach dir

Nach Tausenden von Nächten
Wo uns’re beiden Körper
Zu spür’n  nichts mehr vermochten…
Hab ich mich heut gesehnt nach dir

Nach Tausenden von Blicken
die unser beider Augen
zu schau’n nicht in der Lage war’n
Nach Tausenden von Worten
In hörend tauben Ohren
Wo’s schwierig wurde sich zu orten….
Hab ich mich heut gesehnt nach dir

Ganz zart – wie neu
und gleichsam noch ganz fremd
ist heut etwas passiert in mir -
Was dich nun fühlt
ganz ungehemmt.

Du sprichst zu mir
in andren Worten
Von Herz zu Herz – ganz echt.
Die Worte kann ich gut verstehen
Drauf komm ich gut zurecht.

Die Wahrheit deines Herzens regt
das meine – ohne Fragen.
Du sprichst von dem, was dich bewegt
Du sagst es ohne klagen
Du weißt nun endlich was du willst
Was du nun brauchst zum Glück.
…auch wenn’s mich schmerzt ….
Dies neue Bild
Nicht wissend
Wird’s zu mei’m Geschick?

So ahn’ ich doch die große Kraft
Die Freiheit und Verstehen schafft
Das Schöpferpaar der Liebe
Was täglich stirbt
Und neu gebiert
und niemand weiß
wohin’s uns führt.


Dennoch -


Die Wahrheit holt mich zu dir her
Ich kann dich wieder spür’n
So innig wie schon lang nicht mehr
und lass mich gern berühr’n
von DIR
nicht nur im Herz
sondern nun auch
am Bauch
und hier und hier und hier…
Ohhh! – Jaaaa!
Berühre mich und fass’ mich an
Lass’ mich  mich fühl’n und Dich als Mann.

Erforsche meine Hügel neu
Such mich in meinen Höhlen
Wir zünden die Laternen an
Lass’ uns in uns zerwühlen.

Ich schmecke deinen Atem
Und deinen weichen Mund
Erkunde deine Haut -
Entdecke alles bis zum Grund
wieder ganz neu...

Ich spüre deinen heißen Blick
Wohlwollend auf mir ruh’n
Da war mal was
Das ist noch da
Wir könnten’s wieder tun?

Das Ende als ein Neubeginn?
Wer weiß
Wird es gelingen?
Ich liebe dich!
Das weiß ich nun
Das was du bist -
Vor allen Dingen.

11. Oktober 2011

Was ist ZAZEN?

Kusen von Meister Tenryu - Berlin:

In unserem Weg ist Zazen -ernsthaftes, ganzherziges Sitzen - der wichtigste Punkt.

Wichtig nicht im gewöhnlichen Sinne von wichtig und unwichtig, sondern im Sinne  von schwerwiegend, außergewöhnlich oder allumfassend.

Im Genjokoan und im Zazenshin versucht Dogen Zenji dies zum Ausdruck zu bringen, was Zazen ist, soweit es in Worten möglich ist.

Er sagt dort:
„Das Mondlicht spiegelt sich in jedem Wassertropfen  und in jedem Tautropfen. Aber der Tautropfen wird nicht gestört und der Mond wird nicht nass.Genauso wenig stört die Gegenwart des großen Weges den Menschen, noch kann der Mensch den großen Weg beflecken."

Großer Weg meint allumfassende Wirklichkeit, die es schon gab, bevor wir geboren wurden und die es geben wird, nachdem unsere Zeit abgelaufen ist.

Zazen bedeutet, dass Körper und Bewusstsein in diese Wirklichkeit eingefügt werden und nahtlos damit in einem Pulsschlag schlagen.

Das wird erfahren und verwirklicht absolut unbewusst und natürlich, ohne dass das Bewusstsein etwas erkennen kann, etwas ergreifen oder etwas objektivieren.

Das ist der subtile Punkt des Zazen, der subtile Punkt der Erfahrung.

Die meisten Menschen glauben, dass es beim Zazen darum geht, einen Zustand der Ruhe des Geistes zu erlangen, und den solange wie möglich zu halten oder nach belieben da einzutreten oder auszutreten. Aber das ist nicht so. Das ist nicht der Weg.

Wirkliches Zazen, SHIKANTAZA, meint, das wir die Wirklichkeit, die Gegenwart des ganzen Universum erhalten, jetzt.

Das ist unabhängig davon, ob es das Zazen  eines Anfängers ist oder von jemand, der lange praktiziert. Aber es wird erhalten durch den ganzen Körper. Deshalb ist es unbewusst, natürlich.

Wenn wir aufstehen von Zazen, bemerkt unser Bewusstsein jedoch eine Veränderung, ohne diese Veränderung genau erklären zu können oder zu verstehen.

In dem wir diese Praxis Tag für Tag fortführen, erhält unser Bewusstsein einen immer tieferen Einfluß durch die unbewusst natürliche Erfahrung.

So hat Zazen letztendlich überhaupt nichts damit zutun, irgendeine Art von Geistesruhe zu erreichen, irgend eine Art von Erleuchtung, besonderes Wissen.

Es ist das Ganze erhalten, unbewusst, natürlich, ohne dass unserem Leben etwas Schräges hinzugefügt wird und ohne dass wir es beflecken können.

Es verbleibt vollständig rein und ohne Zugriffsmöglichkeit. Es verwirklicht sich einfach in unserem tagtäglichem Üben, Dokan, Ring des Weges.

DOKAN meint, das Anfangspunkt und Endpunkt sich immer von neuem finden und durch- dringen und einen neuen Anfangspunkt hervorrufen.

Jeder Tag ist sowohl Anfangspunkt oder Ausgangspunkt, als auch Weg, als auch Ziel.

Im gewöhnlichen Denken, in der sozialen Welt muß man immer weiterkommen. Aber wenn wir in unserem Leben nicht mehr wissen, wohin, nicht mehr ein noch aus, müssen wir zum ursprünglichen Ausgangspunkt zurückkommen.

Das, was zuerst wie ein Rückschritt oder wie Verlust aussieht, ist der wirkliche Schritt direkt in die Wirklichkeit hinein. Es ist mit offenen Händen alles erhalten, ohne etwas besitzen zu müssen .

Von Anfang an erhalten wir diese Wirklichkeit, gibt es diese Wirklichkeit.

Es ist nicht so, dass wir unser Leben in etwas anderes verwandeln müssten, unsere Existenz ist schon das ganze Universum.

Ku...ohne Eigensubstanz und gleichzeitig sich ständig wandelnde Form.

Aber unser Bewusstsein ist darin eingefärbt und geblendet und wird sehr kompliziert...

Es kann nicht sehen, was eigentlich ist, legt sich fest auf Ansichten und Meinungen, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.

Sawaki Roshi sagte: „Zazen ist erhaben, weil das Universum erhaben ist, jenseits jeder Messbarkeit, absolut jenseits der Worte und Begriffe.“

In Zazen tun und erfahren wir etwas, was wir anderen mit Worten nicht erklären können.

Wir können es nicht einmal uns selbst erklären

Es ist unergründlich..

8. Oktober 2011

Reden

aus der Serie: Fundstücke - Erich Fried -


REDEN

Zu den Menschen
vom Frieden sprechen
und dabei an dich denken
Von der Zukunft sprechen
und dabei an Dich denken
Vom Recht auf Leben sprechen
und dabei an dich denken
Von der Angst um Mitmenschen
und dabei an dich denken -
ist das Heuchelei
oder ist das endlich die Wahrheit?

7. Oktober 2011

Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter...

Aus dem Album: Fundstücke - R.-M. Rilke -

Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter,
als ob es jetzt in breitern Ufern ginge.
Immer verwandter werden mir die Dinge
und alle Bilder immer angeschauter.
Dem Namenlosen fühl ich mich vertrauter:
Mit meinen Sinnen, wie mit Vögeln, reiche
ich in die windigen Himmel aus der Eiche,
und in den abgebrochnen Tag der Teiche
sinkt, wie auf Fischen stehend, mein Gefühl. 


6. Oktober 2011

Zen-Wahrheit


Die Arbeit eines Zazen-Menschen besteht darin, 
das Leben so zu gestalten, 
dass es seine praktische Funktion erfüllt.

Dogen

Anoche me visitó la luna


aus dem Album: Gedichte eines Zenmeisters 
 

Letzte Nacht besuchte mich die Göttin Mond

Letzte Nacht besuchte mich die Göttin Mond
ganz allein in der Morgendämmerung
ganz leis’ war sie eingestiegen
durch die weiten Fenster meines Alkovens                 
Durchflutete den Raum mit ihrem blassen weißen Licht.

Versunken in tiefem Schlaf
fühlte ich ihre Gegenwart auf Gesicht und Lidern
Vernahm ihren Ruf als sie mich berührte
folgte ihr
der Begegnung entgegen
und erwachte aus meinen Träumen.

Ich öffnete die Augen und sah sie vor mir
in ihrem schimmernd blassem Glanz
der mich erschaudern ließ
und wurde zurückgeholt auf die Welt
von ihrem Auge das niemals schläft.
Schlaflosigkeit und Traum, ein und dieselbe Illusion.

Einen Bruchteil einer Sekunde
blickte ich in die Ewigkeit
in die flüchtigen Unendlichkeiten des Augenblicks
schon wieder vergangen sind.

Danach sank ich zurück in tiefen Schlaf.
Heute Morgen beim Erwachen
erinnerte ich die nächtliche Begegnung
und wurde mir gewahr
dass ihr Auge, das niemals schläft
nochmals erschienen war.

Wer oder Was ist es, der oder das schläft?
Wer oder was ist es, der oder was träumt?

Ein Weg beginnt sich zu öffnen 
zwischen Erwachen und Traum
zwischen Traum und Erwachen.

Dokushô Villalba  -  Alicante, 30 junio 2009                                                   
Übersetzung ins Deutsche:
Rita Jurgens - 06-10-2011

5. Oktober 2011

Drei Wünsche

aus dem Album: Fundstücke - Erich Fried -


Drei Wünsche

Ich wollte manchmal
ich wäre so erfahren, wie ich alt bin
oder auch nur
so klug, wie ich erfahren bin
oder wenigstens
so glücklich, wie ich klug bin
aber ich glaube
ich bin zu dumm dazu.

Wir werden die Liebe erst dann kennen...

aus dem Album: Jiddu Krishnamurti Zitate


Wir werden die Liebe erst dann kennen,
wenn Eifersucht, Neid, Besitzdenken und Herrschsucht enden.
Solange wir besitzen wollen,
werden wir niemals lieben.

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Dem zu lauschen, was ist ist, bringt Befreiung mit sich.
Die Wahrheit macht frei, nicht das Bemühen frei zu werden.

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4. Oktober 2011

Die Große Freiheit

Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo
Die Sonne schien, mir war um`s Herz so froh
Vor einem Käfig sah ich Leute steh`n
Da ging ich hin, um mir das näher anzuseh`n.

"Nicht füttern" stand auf einem großen Schild
"Und bitte auch nicht reizen, da sehr wild"
Erwachsene und Kinder schauten dumm
Und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm.

Ich fragte ihn: "Wie heißt denn dieses Tier?"
- "Das ist die Freiheit" sagte er zu mir
Die gibt es jetzt so selten auf der Welt
Drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt.

Ich schaute und ich sagte: "Lieber Herr,
Ich sehe nichts, der Käfig ist doch völlig leer"
- "Das ist ja grade" sagte er "der Gag
Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg!"

Die Freiheit ist ein wundersames Tier
Und manche Menschen haben Angst vor ihr.
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein
Denn nur in Freiheit kann die Freiheit wirklich Freiheit sein..

(Lyrics: Georg Danzer)

Wer bist Du? - Oriah Mountain Dreamer

Wer bist du ?

Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst. Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst. Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden. Ich will wissen ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen. Ich will wissen, ob du Schmerz - meinen oder deinen eigenen - ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.
Ich will wissen, ob du Freude - meine oder deine eigene - aushalten, dich hemmungslos dem Tanz hingeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.
Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.
Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.
Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst - meiner oder deiner eigenen - und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes "Ja!" zurufst.
Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.
Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist. Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen. Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.
Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du den, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.
Oriah Mountain Dreamer

Fragen und Antworten

aus dem Album: Fundstücke - Erich Fried -

Fragen und Antworten

Wo sie wohnt?
Im Hause der Verzweiflung

Mit wem sie verwandt ist?
Mit dem Tod und der Angst

Wohin sie gehen wird
wenn sie geht?
Niemand weiß das

Von wo sie gekommen ist?
Von ganz nahe oder ganz weit

Wie lange sie bleiben wird?
Wenn du Glück hast
solange du lebst

Was sie von dir verlangt?
Nichts oder alles

Was soll das heißen?
Dass das ein und dasselbe ist

Was gibt sie dir
- oder mir – dafür?
Genau soviel wie sie nimmt
Sie behält nichts zurück

Hält sie dich
- oder mich – gefangen
oder gibt sie uns frei?
Es kann uns geschehen
dass sie uns die Freiheit schenkt

Frei sein von ihr
Ist das gut oder schlecht?
Es ist das Ärgste
was uns zustoßen kann

Was ist sie eigentlich
Und wie kann man sie definieren?
Es heißt dass Gott gesagt hat
dass er sie ist.


Erich Fried
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