ein goldenes Netz
mit dem ich dir
aus meinen Träumen
jede Nacht
Juwelen fische
Manchmal sind es Sterne
manchmal Perlen
manchmal Wunderblumen
aus Smaragd und Diamentenstaub
Unverbrauchte Wünsche
in meiner Liebe
goldenem Netz
(Barbara Brendler)
Vielleicht....?
Meine großen Worte werden mich nicht vor dem Tod schützen
und meine kleinen Worte werden mich nicht vor dem Tod schützen
überhaupt kein Wort
und auch nicht das Schweigen zwischen den großen und kleinen Worten
wird mich vor dem Tod schützen.
Aber vielleicht - werden einige dieser Worte
und vielleicht - besonders die kleineren
oder auch das Schweigen zwischen den Worten
einige vor dem Tod schützen wenn ich tot bin?
(Erich Fried)
22. November 2011
15. November 2011
Liebesgedichte? Immer wieder und immer wieder schön!
Immer noch schreiben die Dichter
Von der Liebe.
Sie sagen noch immer:
Du bist schön, meine Freundin.
Und:
Dein Haar ist ein Nest von Schlagen.
Seit tausend Jahren
Ist der Mond der Gefährte der Liebenden:
Träumender Mond – gelber Mond – bitteres Kräutergesicht.
Ein Bahnhof. Eine Straße.
Ein Leuchtturm.
Daneben beginnt schon der Traum:
Auf Siebensternenschuhn
Traumwandeln die Liebenden
Über das Seil
es ist rechts kein Weg,
es ist links kein Heil –
Bitter sind Mandeln und Mohn.
Orpheus und Eurydike,
Ophelia – Daphne – Isolde,
alles ist vorgeliebt.
Ewige Wiederkehr,
Ewiger Widerspruch.
Ewiges: Komm – Bleib – Geh.
Im Orden der Liebe
Währen Gelübde nicht ewig.
Der Mantel zerreißt,
auf der Haut die Zeichen der Fremdheit,
im Geröll des Versäumten:
die schreckliche Leere.
Wer bist du, den ich liebe?
Wo bist du, wenn du träumst, Gefährtin?
Fragen, Beschwörungen.
Registratur der Gefühle.
Aufzeichnungen des Flüchtigen:
Gedichte der Liebe.
Sprachgitter
Versperren das Reich der Liebenden
Verschlüssellungen,
Symbole:
Kranich – Delphin – und Krug.
Der Krug,
dunkel, bewahrend, zerbrechlich.
Der Krug für den Liebestrank.
Der Krug für die Tränen.
Der Krug, der zum Brunnen geht.
Im Rösselsprung
Zum Nahen zu Fernem,
von Bild zu Gleichnis
ist der Zugang behütet
vor flüchtigem Zugriff.
Befugt ist nur, wer liebt.
(Christine Brückner)
Dieser Text ist das „Nachwort“ aus dem Buch „Botschaften der Liebe – In deutschen Gedichten des 20. Jahrhunderts“ - herausgegeben von Christine Brückner (* 10. Dezember - † 21. Dezember ) einer deutschen Schriftstellerin.
Zentrale Anliegen in ihren eigenen Werken waren Sinnstiftung, Moral und auch Trost in der durchaus auch unterhaltsamen Behandlung elementarer menschlicher Themen insbesondere aus der Frauenperspektive. Diese gründeten im protestantischen Weltbild der Autorin als Pastorentochter. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, die aus der Perspektive der Frau vorwiegend Probleme von Liebe, Ehe und Partnerschaft thematisieren und Möglichkeiten der weiblichen Selbstverwirklichung durchspielen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Br%C3%BCckner
Von der Liebe.
Sie sagen noch immer:
Du bist schön, meine Freundin.
Und:
Dein Haar ist ein Nest von Schlagen.
Seit tausend Jahren
Ist der Mond der Gefährte der Liebenden:
Träumender Mond – gelber Mond – bitteres Kräutergesicht.
Ein Bahnhof. Eine Straße.
Ein Leuchtturm.
Daneben beginnt schon der Traum:
Auf Siebensternenschuhn
Traumwandeln die Liebenden
Über das Seil
es ist rechts kein Weg,
es ist links kein Heil –
Bitter sind Mandeln und Mohn.
Orpheus und Eurydike,
Ophelia – Daphne – Isolde,
alles ist vorgeliebt.
Ewige Wiederkehr,
Ewiger Widerspruch.
Ewiges: Komm – Bleib – Geh.
Im Orden der Liebe
Währen Gelübde nicht ewig.
Der Mantel zerreißt,
auf der Haut die Zeichen der Fremdheit,
im Geröll des Versäumten:
die schreckliche Leere.
Wer bist du, den ich liebe?
Wo bist du, wenn du träumst, Gefährtin?
Fragen, Beschwörungen.
Registratur der Gefühle.
Aufzeichnungen des Flüchtigen:
Gedichte der Liebe.
Sprachgitter
Versperren das Reich der Liebenden
Verschlüssellungen,
Symbole:
Kranich – Delphin – und Krug.
Der Krug,
dunkel, bewahrend, zerbrechlich.
Der Krug für den Liebestrank.
Der Krug für die Tränen.
Der Krug, der zum Brunnen geht.
Im Rösselsprung
Zum Nahen zu Fernem,
von Bild zu Gleichnis
ist der Zugang behütet
vor flüchtigem Zugriff.
Befugt ist nur, wer liebt.
(Christine Brückner)
Dieser Text ist das „Nachwort“ aus dem Buch „Botschaften der Liebe – In deutschen Gedichten des 20. Jahrhunderts“ - herausgegeben von Christine Brückner (* 10. Dezember - † 21. Dezember ) einer deutschen Schriftstellerin.
Zentrale Anliegen in ihren eigenen Werken waren Sinnstiftung, Moral und auch Trost in der durchaus auch unterhaltsamen Behandlung elementarer menschlicher Themen insbesondere aus der Frauenperspektive. Diese gründeten im protestantischen Weltbild der Autorin als Pastorentochter. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, die aus der Perspektive der Frau vorwiegend Probleme von Liebe, Ehe und Partnerschaft thematisieren und Möglichkeiten der weiblichen Selbstverwirklichung durchspielen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Br%C3%BCckner
11. November 2011
Über das "Vergleichen" - (Krishnamurti)
Aus dem Album: Krishnamurti-Zitate
Wenn du vergleichst und abwägst, dann bist du bloß dem Ehrgeiz und Konkurrenzdenken verhaftet. Dann ist dein Ziel ein Erfolg, in dem das Versagen schon enthalten ist. Jeder Vergleich beruht auf Autoritätsdenken, nach dem du dich selbst beurteilst. Aber Autorität verhindert Verstehen. Ein Vergleich mag das gewünschte Resultat hervorbringen, aber er steht wahrer Selbsterkenntnis im Weg.
Ohne Vergleiche zu leben erfordert große Intelligenz und Sensibilität, weil es dann keine Beispiele mehr gibt. Es gibt nichts, was sein sollte, keine Ideale und keine Helden. Wir beginnen mit dem, was tatsächlich ist. Um zu verstehen, was tatsächlich ist, brauchen wir keine Vergleiche. Wenn wir vergleichen, zerstören wir das, was ist.
Wenn du vergleichst und abwägst, dann bist du bloß dem Ehrgeiz und Konkurrenzdenken verhaftet. Dann ist dein Ziel ein Erfolg, in dem das Versagen schon enthalten ist. Jeder Vergleich beruht auf Autoritätsdenken, nach dem du dich selbst beurteilst. Aber Autorität verhindert Verstehen. Ein Vergleich mag das gewünschte Resultat hervorbringen, aber er steht wahrer Selbsterkenntnis im Weg.
Ohne Vergleiche zu leben erfordert große Intelligenz und Sensibilität, weil es dann keine Beispiele mehr gibt. Es gibt nichts, was sein sollte, keine Ideale und keine Helden. Wir beginnen mit dem, was tatsächlich ist. Um zu verstehen, was tatsächlich ist, brauchen wir keine Vergleiche. Wenn wir vergleichen, zerstören wir das, was ist.
10. November 2011
Über das Verstehen (Krishnamurti-Zitat)
Aus dem Album: Fundstücke - Krishnamurti-Zitate -
Verstehen findet nur statt, wenn du dich in einer großen Krise befindest und du keine Lösung mehr siehst. Dann wird dein Geist ganz still und in dieser Stille tritt das Verstehen ein. Das ist allen von uns schon einmal geschehen. Wenn du mit etwas konfrontiert wirst, für das es einfach keine Lösung gibt, versuchst du alles: Du fragst andere, du besprichst es, du forscht nach, du analysierst es und so weiter und trotzdem gibt es keine Lösung. Plötzlich, wenn du gar nicht mehr dran denkst, ist da Klarheit, Verstehen, weil der Geist in einem bestimmten Augenblick in Bezug auf das Problem ganz still geworden ist. Nur dann setzt Verstehen ein.
Verstehen findet nur statt, wenn du dich in einer großen Krise befindest und du keine Lösung mehr siehst. Dann wird dein Geist ganz still und in dieser Stille tritt das Verstehen ein. Das ist allen von uns schon einmal geschehen. Wenn du mit etwas konfrontiert wirst, für das es einfach keine Lösung gibt, versuchst du alles: Du fragst andere, du besprichst es, du forscht nach, du analysierst es und so weiter und trotzdem gibt es keine Lösung. Plötzlich, wenn du gar nicht mehr dran denkst, ist da Klarheit, Verstehen, weil der Geist in einem bestimmten Augenblick in Bezug auf das Problem ganz still geworden ist. Nur dann setzt Verstehen ein.
Aber...
Aus dem Album: Fundstücke Erich Fried
in den Glanz deiner Augen
in dein Lachen
in deine Lebensfreude
Jetzt liebe ich auch dein Weinen
und deine Lebensangst
und die Hilflosigkeit
in deinen Augen
Aber gegen die Angst
will ich dir helfen
denn meine Lebensfreude
ist noch immer
der Glanz deiner Augen
9. November 2011
Der verlorene Schlüssel
Eine Gruppe von Leuten stieß eines späten Abends auf Nasruddin Mullah als er auf seinen Händen und Knien unter einer Straßenlaterne herumkroch.
„Was suchst Du?“ fragten sie ihn.
„Ich habe die Schlüssel zu meinem Haus verloren,“ antwortete er.
Alle gingen Sie auf die Knie, um ihm bei der Suche zu helfen, aber nach einer Zeit ohne irgendetwas zu finden fragte ihn jemand, wo er die Schlüssel ursprünglich verloren hatte.
„Da drüben, irgendwo im Dunklen,“ antwortete Nasruddin.
Einer fragte: „Warum suchst Du dann hier unter der Laterne?”
„Weil hier mehr Licht ist,“ antwortete Nasruddin.
8. November 2011
Zenweisheit
Weltliches Leiden ist so unerschöpflich wie ein Ozean;
es ist laut und schreiend;
aber jedes Leiden hat seinen Ursprung in deinem Geist.
Dadu
es ist laut und schreiend;
aber jedes Leiden hat seinen Ursprung in deinem Geist.
Dadu
6. November 2011
Es ist nicht...
Es ist nicht
weil du jetzt g'rad nicht
bei mir bist
Es ist nicht
weil du jetzt g'rad nicht
neben mir liegst
Es ist nicht
weil du mich
nicht mehr liebtest
Es ist
weil ich
an unsre gestohl'nen Zeiten denke
mit dir
in Samt geschmückten Zimmern
geheimnisvollen Orten
Höhlen und Verstecken
für Stunden
Tage
umhüllt von Seidennächten
mal eine
mal zwei
vielleicht sogar mal drei
Das Leben gab uns nie mehr frei!
Es ist
weil ich da
und dann
deine Nymphe und Geliebte
deine Hure und Königin
dein Tier und Dienerin
und unser beider Glückseligkeit war.
und g'rad mal nicht - sondern viel mehr noch als
dein Weib
deine Gattin
deine Vermählte
deine Freundin
die Mutter unsrer Frucht.
Verzeih’ mir meine Tränen – mein Lieb!
meine Trauer
meinen Zorn
meinen Frust
Wenn ich dran denk’, dass du nun bei einer Andren bist
für Stunden
für Tage und
in Nächten
mal eine
mal zwei
vielleicht mal drei!
Auch heut' gibt dir der Alltag nicht mehr frei.
doch wenn ich's recht bedenke,dann
Ist's nicht, weil du bei einer Andren bist
Es ist
die stille Zeit mit dir
die dann mit uns nicht möglich ist.
Auch heut' gibt dir der Alltag nicht mehr frei.
doch wenn ich's recht bedenke,dann
Ist's nicht, weil du bei einer Andren bist
Es ist
die stille Zeit mit dir
die dann mit uns nicht möglich ist.
5. November 2011
Zenweisheit
Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein,
und dein Verstand wird ohne Angst sein;
nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit die gleiche Haltung ein
und nichts wird deine Klarheit trüben.
Lao Tse
und dein Verstand wird ohne Angst sein;
nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit die gleiche Haltung ein
und nichts wird deine Klarheit trüben.
Lao Tse
VERGESSEN
Aus dem Album: Ritas Gedichte einer Romanze
Lass mich schweben
jenseits
von Wünschen
Sehnen
und Traum.
- Erinnerung -
lass mich
leben,
denn Sehnsucht
nach deinem
Gefühl
kann niemals
meine Wahrheit sein.
Doch hätte ich dich nie gelebt
so wär’ ich nicht -
nicht Mensch
nicht Herz
noch mein,
So such ich dich
- Vergessen -
und finde
euch immer
nur zu zwei’n.
R.J.
Vergessen
grenzenloser Raum.Lass mich schweben
jenseits
von Wünschen
Sehnen
und Traum.
- Erinnerung -
lass mich
leben,
denn Sehnsucht
nach deinem
Gefühl
kann niemals
meine Wahrheit sein.
Doch hätte ich dich nie gelebt
so wär’ ich nicht -
nicht Mensch
nicht Herz
noch mein,
So such ich dich
- Vergessen -
und finde
euch immer
nur zu zwei’n.
R.J.
4. November 2011
Zärtliches Gespräch
aus dem Album: Liebesgedichte
Du kannst nicht schlafen?
Sieh die Nacht schläft auch.
Wie spät es sei,
und ob ich dich noch liebe?
Ich liebe dich.
Es ist ein alter Brauch.
Und lebte ich,
wenn ich nicht bei dir bliebe?
Jetzt fiel ein Stern,
siehst du, wie schön er fiel?
Er hing ganz oben
in den schmälsten Rahen.
Wir dürfen wünschen
Wünsche bitte viel!
Es war ein Glück,
dass wir ihn fallen sahen.
Du zitterst? Komm!
Du bist so still und jung.
Es ist nicht leicht,
das nötige zu sagen.
Ich liebe dich.
Sonst nichts.
Der Mensch ist stumm.
Man muss die Stummheit
ohne Trauer tragen.
(Albert Ehrismann)
Du kannst nicht schlafen?
Sieh die Nacht schläft auch.
Wie spät es sei,
und ob ich dich noch liebe?
Ich liebe dich.
Es ist ein alter Brauch.
Und lebte ich,
wenn ich nicht bei dir bliebe?
Jetzt fiel ein Stern,
siehst du, wie schön er fiel?
Er hing ganz oben
in den schmälsten Rahen.
Wir dürfen wünschen
Wünsche bitte viel!
Es war ein Glück,
dass wir ihn fallen sahen.
Du zitterst? Komm!
Du bist so still und jung.
Es ist nicht leicht,
das nötige zu sagen.
Ich liebe dich.
Sonst nichts.
Der Mensch ist stumm.
Man muss die Stummheit
ohne Trauer tragen.
(Albert Ehrismann)
2. November 2011
Mein Kind…
Es ist schön für mich
dich träumen zu sehen
Dich in die Zukunft wünschend
Pläne schmiedend
Deine Entscheidungen treffend
Darüber
Was und wie du sein und werden willst.
Es ist beglückend für mich
Dich
- unserem/ meinem Lebensbeispiel -
vertrauend
wahrzunehmen.
Deinen offenen Blick
Dein liebendes Herz
Deinen Mut
Das Angst machende
zu überwinden.
Schon lange ist’s her
Als dein Staunen
mir gerade noch bis ans Herz gereichte.
Oder gar
Als ich dich
- mit deiner kleinen Hand auf meiner Brust -
nährte.
Dein Horizont überblickt den meinen längst.
Und doch sind Wissen und Weisheit
Nicht dasselbe!
Für jede Vision
Jedes Begehren
Jedes Wünschen
Jedes Ja
Jedes Nein
Kennt die Zukunft den
Passenden Augenblick
Diesen zu erkennen
Vermag nur ein
aufmerksam liebendes Herz.
Deine Mami
02-11-11
dich träumen zu sehen
Dich in die Zukunft wünschend
Pläne schmiedend
Deine Entscheidungen treffend
Darüber
Was und wie du sein und werden willst.
Es ist beglückend für mich
Dich
- unserem/ meinem Lebensbeispiel -
vertrauend
wahrzunehmen.
Deinen offenen Blick
Dein liebendes Herz
Deinen Mut
Das Angst machende
zu überwinden.
Schon lange ist’s her
Als dein Staunen
mir gerade noch bis ans Herz gereichte.
Oder gar
Als ich dich
- mit deiner kleinen Hand auf meiner Brust -
nährte.
Dein Horizont überblickt den meinen längst.
Und doch sind Wissen und Weisheit
Nicht dasselbe!
Für jede Vision
Jedes Begehren
Jedes Wünschen
Jedes Ja
Jedes Nein
Kennt die Zukunft den
Passenden Augenblick
Diesen zu erkennen
Vermag nur ein
aufmerksam liebendes Herz.
Deine Mami
02-11-11
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