Aus dem Album: Ritas Gedichte einer Romanze
Begegnung in den Gezeiten unserer beider Leben
…berührt das Wasser den trockenen Sand
benetzt und tränkt ihn
bis in den tiefsten Rand.
Das Wasser geht ….
Der Felsen steht -
lässt sich geschehen.
Offenbart seine klaffenden Wunden,
die das Meer nur kühlen,
aber doch nicht heilen kann.
Zerklüfftete Felsenarme
schenken Schutz
dem zarten keimenden Leben….
Er lächelt –
Der Schmerz vergeht -
Was bleibt
sind Liebe und Vergeben.
R.J.
Vielleicht....?
Meine großen Worte werden mich nicht vor dem Tod schützen
und meine kleinen Worte werden mich nicht vor dem Tod schützen
überhaupt kein Wort
und auch nicht das Schweigen zwischen den großen und kleinen Worten
wird mich vor dem Tod schützen.
Aber vielleicht - werden einige dieser Worte
und vielleicht - besonders die kleineren
oder auch das Schweigen zwischen den Worten
einige vor dem Tod schützen wenn ich tot bin?
(Erich Fried)
26. Dezember 2011
22. Dezember 2011
Deine Liebe ist...
für H.:
Wenn Du mich liebst,
Wenn Du mich liebst,
dann ist's
als küsste mich die Meeresbrise
mal still
mal wild
mal fröstelnd mild.
Sie macht mich fühlen
- mein Lieb -
wie Deine Liebe ist.
Sie kräuselt meinen Wellensaum
mal zart
mal ungestüm...
und weiß doch nichts
von meinen Tiefen.
Doch ...
Bewegtest du mich nicht
- als Brise -
könnt' ich dich nicht berühren
- als Meer.
D'rum lass mich spielen
mit Deinen Füßen
in Deiner Luft- und Leichtigkeit.
Die warmen Quellen meiner Tiefen - - - -
.... vielleicht magst du sie lieben
als Halt und Sicherheit?
14. Dezember 2011
Zen-Weisheit
Das ursprüngliche Wesen ist an sich Reinheit und Ruhe.
Nur das Sehen und Abwägen der Umstände verwirrt den Geist.
Hui-Neng
Nur das Sehen und Abwägen der Umstände verwirrt den Geist.
Hui-Neng
13. Dezember 2011
Als ich mich selbst zu lieben begann…
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
habe
ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit
zur
richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und
dass alles, was geschieht, richtig ist.
Von
da an konnte ich ruhig sein.
Heute
weiß ich:
Das
nennt man VERTRAUEN.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
konnte
ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur
Warnungen für mich sind,
gegen
meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute
weiß ich:
Das
nennt man AUTHENTISCH SEIN.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
habe
ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und
konnte sehen, dass alles um mich herum
eine
Aufforderung zum Wachsen war.
Heute
weiß ich:
Das
nennt man REIFE.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
habe
ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und
ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute
mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was
ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf
meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute
weiß ich:
Das
nennt man EHRLICHKEIT.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
habe
ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von
Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und
von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs
nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber
heute weiß ich:
Das
ist SELBSTLIEBE.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
habe
ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen,
so
habe ich mich weniger geirrt.
Heute
habe ich erkannt:
Das
nennt man DEMUT.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
habe
ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und
mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt
lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so
lebe ich heute jeden Tag und
nenne
es BEWUSSTHEIT.
Als
ich mich selbst zu lieben begann,
da
erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig
und krank machen kann.
Als
ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam
der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese
Verbindung nenne ich heute
HERZENSWEISHEIT.
Wir
brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten
und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn
sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und
es entstehen neue Welten.
Heute
weiß ich: Das ist LEBEN!
Von:
Charlie
Chaplin
An
seinem 70. Geburtstag
Am
16. April 1959
7. Dezember 2011
Grenze
Das Herz ist erfüllt
vom Glück des Begehrens
vom Glück des Möglichen
und des Gewährens -
Doch da beginnt es schon ängstlich zu beben:
Es könnt ja eine Erfüllung geben...
Wir wollen nicht voll das Leben empfangen,
die Schwere des Glücks,
sie lässt uns nur bangen.
Töne? Ja schon -
Harmonien jedoch schrecken.
Wie gerne wir uns
Grenzen entgegenstrecken
wir lieben sie ewig
in ewigem Leiden
und sterben
ohne sie je zu erreichen...
(Sinaida Hippius 1869 - 1945)
Abonnieren
Posts (Atom)